GfK-Konsumklima: Was die Zahlen wirklich bedeuten
Der GfK-Index misst Verbraucherstimmung monatlich. Erfahren Sie, wie Haushalte ihre Kaufkraft einschätzen und was das für die Zukunft bedeutet.
Mehr erfahrenVerstehen Sie, wie Haushalte und Unternehmen Inflation wahrnehmen. Aktuelle Umfragen, GfK-Konsumklima-Indizes und Marktprognosen in einer Übersicht.
Erfahren Sie, wie Verbraucher und Unternehmen die aktuelle wirtschaftliche Lage bewerten
Der GfK-Index misst Verbraucherstimmung monatlich. Erfahren Sie, wie Haushalte ihre Kaufkraft einschätzen und was das für die Zukunft bedeutet.
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Aktuelle Haushaltsbefragungen zeigen, wie Bürger Inflation erleben. Die Wahrnehmung unterscheidet sich oft von offiziellen Statistiken — das hat Gründe.
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Unternehmen haben ihre eigenen Inflationserwartungen. Wir zeigen, wie Betriebe Preisveränderungen planen und was das für Verbraucher bedeutet.
Mehr erfahrenUnsere Datenquellen sind transparent, aktuell und wissenschaftlich fundiert
Monatliche Befragung von über 2.000 Haushalten zur Einschätzung ihrer wirtschaftlichen Situation, Kaufbereitschaft und Sparneigung. Wir nutzen die aktuellsten verfügbaren Daten.
Regelmäßige Umfragen unter deutschen Verbrauchern zur subjektiven Inflationswahrnehmung. Diese zeigen oft unterschiedliche Perspektiven als offizielle Statistiken — und das ist wichtig zu verstehen.
Umfragen unter Unternehmen verschiedener Branchen zu ihren Preiserwartungen und Geschäftsaussichten. Zeigt, wie Inflation die Planungen von Betrieben beeinflusst.
Breakeven-Inflationsraten aus Wertpapiermarktdaten. Diese zeigen, welche Inflationszahlen der Markt in den nächsten Jahren erwartet — unabhängig von Umfragen.
Verbraucherpreisindex (VPI) und harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI) vom Statistischen Bundesamt. Die Grundlage für den Vergleich mit Wahrnehmung und Erwartungen.
Unsere Daten werden regelmäßig aktualisiert, wenn neue Umfrageergebnisse und Statistiken verfügbar sind. Dadurch erhalten Sie immer aktuelle Informationen zur Inflationslage.
Die Erwartungen von Verbrauchern und Unternehmen beeinflussen die tatsächliche Inflation
Wenn Haushalte mit Inflation rechnen, sparen sie mehr und geben weniger aus. Das verlangsamt das Wirtschaftswachstum. Umgekehrt ermutigen niedrige Erwartungen zum Konsum.
Unternehmen orientieren sich an Inflationserwartungen bei Investitionen, Einstellungen und Preiskalkulationen. Wer mit hoher Inflation rechnet, erhöht die Preise proaktiv.
Arbeitnehmer und Arbeitgeber verhandeln basierend auf erwarteter Inflation. Hohe Erwartungen führen zu höheren Lohnforderungen, was wiederum die Inflation anheizt.
Geldpolitik orientieren
Die Europäische Zentralbank (EZB) achtet genau auf Inflationserwartungen. Wenn diese zu steigen beginnen, zieht die EZB die Leitzinsen an — um eine Inflationsspirale zu vermeiden.
Haushalte erleben Inflation oft anders, als Statistiken sie zeigen
Verbraucher berichten oft von höherer Inflation als offiziellen Statistiken entspricht. Das hat mehrere Gründe: Sie erleben Preiserhöhungen bei alltäglichen Produkten intensiver. Lebensmittel, Energie und Miete — die größten Ausgabenpositionen — sind besonders gestiegen. Die Wahrnehmung konzentriert sich auf das, was man täglich kauft.
Psychologische Faktoren spielen auch eine Rolle. Preissteigerungen fallen auf, Preissenkungen weniger. Menschen erinnern sich besser an Negative. Wenn die Lieblingspizza von 5 auf 6 Euro steigt, ist das spürbar — wenn Elektronik günstiger wird, merken viele es nicht.
Diese Lücke existiert, weil Menschen nicht alle Preise gleichgewichtet wahrnehmen. Artikel, die man häufig kauft — Lebensmittel, Benzin — wirken sich psychologisch stärker aus als Dinge, die man selten erwirbt.
Nicht alle Preiserhöhungen wiegen gleich schwer
Größter Einfluss auf wahrgenommene Inflation. Jeder kauft täglich ein. Wenn Milch, Brot und Käse teurer werden, spüren das alle unmittelbar im Portemonnaie.
Sehr hoher EinflussSichtbare Rechnung jeden Monat. Höhere Gaspreise sind direkt ersichtlich. Das schafft eine klare Verbindung zwischen abstraktem Begriff “Inflation” und Haushaltskasse.
Sehr hoher EinflussGrößte Ausgabenposition für viele Haushalte. Mieterhöhungen sind sichtbar und betreffen große Beträge. Eine Mieterhöhung von 50 Euro wirkt sich stärker aus als kleinere Preissprünge.
Sehr hoher EinflussBenzin ist täglich sichtbar an der Zapfsäule. Die Preise schwanken auch unabhängig von allgemeiner Inflation. Psychologisch wird die Benzinpreisveränderung sehr stark wahrgenommen.
Hoher EinflussOftmals gesunken oder stabil geblieben. Menschen kaufen selten ein neues Smartphone oder Laptop. Diese Preisreduktionen beeinflussen die wahrgenommene Inflation kaum.
Geringer EinflussDiscretionary Spending. Menschen sparen hier eher, wenn sie mit Inflation rechnen. Preiserhöhungen wirken sich weniger dramatisch aus als bei Notwendigkeiten.
Moderater EinflussWas Märkte und Experten für die kommenden Jahre erwarten
Die Inflationsraten sind von ihrem Höchststand 2022 gesunken. Experten erwarten für die nächsten 12-24 Monate eine Stabilisierung bei 2-3%. Das liegt nahe am Zielwert der EZB von 2%.
Konsens unter ÖkonomenGeopolitische Spannungen, Energiepreisschwankungen und Lieferkettenstörungen könnten neue Inflationsschübe verursachen. Zudem können stagnierende Löhne und schwaches Wachstum die Situation verschärfen.
AbwärtsrisikenDer Schlüssel ist, dass Inflationserwartungen verankert bleiben. Wenn Haushalte und Unternehmen mit stabiler 2% Inflation rechnen, ist das selbstverstärkend — tatsächliche Inflation bleibt niedrig.
EZB-StrategieWir erstellen Analysen zu Inflationserwartungen, Verbraucherstimmung und Geschäftsaussichten. Kontaktieren Sie uns für individuelle Berichte und Datenquellen.
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